Originale Mauerkunst

16. Mai 2012

Originale Mauerkunstwerke die man heute nicht mehr findet – aus unserem Bildband Berliner Mauerbilder:

 

(1989)


(1986)


(1989)


(1989)


(1985)

Buchvorstellung & Podiumsdiskussion

09. Mai 2012

Es war eine tolle Veranstaltung in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in Berlin. Wir haben dort am 7. Mai Paul J.J. Welfens Buch Die Zukunft des Euro im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt. Unser Autor diskutierte mit der NRW-Europaministerin Angelica Schwall-Düren und der Journalistin Birgit Marschall.

 


Autor Paul J.J. Welfens und unser Verleger Andreas von Stedman (v. l.)


Podiumsdiskussion im Europasaal der NRW-Landesvertretung


unser Programmleiter Diethelm Kaiser


Dr. Angelica Schwall-Düren (NRW-Europaministerin), Birgit Marschall (Redakteurin Rheinische Post) und Paul J.J. Welfens (v. l.)


Dr. Angelica Schwall-Düren und Birgit Marschall (v. l.)


Dr. Angelica Schwall-Düren und Birgit Marschall (v. l.)


Birgit Marschall und Paul J.J. Welfens (v. l.)


Ursula Engelen-Kefer (links) im Publikum

Fragen aus dem Publikum nach der Podiumsdiskussion

Fotos © Peter-Paul Weiler

 

7 Fragen an Paul J.J. Welfens

04. Mai 2012

Am 9. Mai wird unser Autor Paul J.J. Welfens vom Finanzausschuss des Deutschen Bundestages u.a. zu nachhaltigen Maßnahmen zur Euro-Rettung angehört. Sein aktuelles Buch Die Zukunft des Euro beschäftigt sich ebenfalls mit Auswegen aus der Euro-Krise. Unsere Fragen hat er schon jetzt beantwortet:

Herr Professor Welfens, welche Nachricht zur Euro-Krise aus der Tagespresse würde Sie überraschen?

Dass Barroso in Athen eine Rede hält.

Zur Euro-Krise wurden in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Bücher geschrieben. Welche neuen Analysen, Perspektiven oder Auswege zeigt Ihr Buch?

Die Griechenland- bzw. die Euro-Krise war seit September 2008 absehbar. Mein Buch verfolgt die Krise schon ab diesem Zeitpunkt bis einschließlich Februar 2012 chronologisch nach. Es erläutert für JEDEN verständlich die ökonomischen Hintergründe, liefert zwar auch Lösungsvorschläge, aber veranschaulicht gleichzeitig drei Szenarien, wie sich die Krise entwickeln könnte.

In der Geschichte der Industrienationen gab es schon einige Wirtschaftskrisen. Was ist dieses Mal anders beziehungsweise, können die Lehren aus vergangenen Krisen auch hilfreich sein?

Neu ist, dass die Krise von mehreren Ländern in einer Währungsunion ausgeht. Dieses Mal betrifft es also nicht nur ein Land oder mehrere Länder an sich sondern explizit die gemeinsame Währung verschiedener Länder.
Wenn man etwas aus den Krisen der Vergangenheit lernen kann, so wäre das im Zusammenhang mit den Krisen in Mexiko und Lateinamerika der 80er Jahre, dass eine gleichzeitige Stabilisierung des Staates und der Bankenwelt schwierig ist. Die Fähigkeit zum Lernen ist angesichts der Überkomplexität der Systeme allerdings gering.

Wo sehen Sie die nächsten Krisenherde?

Neue Krisenherde könnten Großbritannien, Italien, Portugal heißen – außerdem Indien. Die britische Defizitquote war mit rund 9% in 2011 sehr hoch und wird nur langsam sinken. Italien hat das Doppelproblem von hoher Schuldenquote und geringem Wirtschaftswachstum. In Portugal existieren eine wirtschaftliche Modernisierungslücke und kaum Wachstum. Und in Indien ist die Defizitquote des Staatshaushaltes mittlerweile gefährlich hoch.

Es wird heute viel darüber diskutiert, ob ein Land wie Griechenland nicht in Konkurs gehen sollte. Und auch darüber, es aus der Euro-Zone auszuschließen. Was wären die Auswirkungen auf den Euro-Raum und auf die EU insgesamt?

Ein Konkurs wäre wohl zu verkraften, aber das Land aus der Euro-Zone auszuschließen hätte eine enorme Destabilisierung des Euro-Raums und der EU zur Folge, denn es gäbe eine massive Spekulation, welche Länder als nächstes austreten.

Welche Vision haben Sie für Europa und hat der Euro eine Zukunft?

Was dringend nötig wäre, ist eine politische Euro-Union, denn ich sehe im Euro eine absolut zukunftsfähige Währung. Integration im Sinn einer funktionsfähigen politischen Zusammenarbeit ist in dem Zusammenhang das Schlüsselwort. Die Euro-Beitrittskriterien müssen verändert bzw. auf einen geforderten Budgetüberschuss verschärft werden. Ergänzend zur Schuldenbremse in allen Finanzministerien der EU sollte eine einheitliche Software eingeführt werden – mit jederzeitiger Kontrollmöglichkeit der Europäischen Kommission. Es sollte auch ernsthaft über Euro-Staatsanleihen durch die EZB nachgedacht werden, denn nur so können die Krisen in der Eurozone überwunden werden.

Braucht Europa überhaupt den Euro?

Europa braucht den Euro als funktionsfähige, gemeinsame Währung. Ohne den Euro wäre es in der US-Bankenkrise von 2007/08 zum Zerfall des zuvor bestehenden Europäischen Währungssystems bzw. zu einer massiven Aufwertung der D-Mark gekommen – zusätzlich zu einer schweren Rezession in der EU.
Die ökonomischen Vorteile des Euro führten in der ersten Dekade der Währungsunion zu mehr Handel und Direktinvestitionen multinationaler Unternehmen, was wiederum die Erhöhung der Arbeitsproduktivität und mehr als 16 Millionen neue Arbeitsstellen zur Folge hatte. Dank Euro sind die realen Kapitalkosten in fast allen Euro-Ländern gesunken, wodurch Impulse für höhere Investitionen bzw. mehr Wachstum entstanden sind.
Der ökonomische Gewinn aus mehr Handel und Kapitalverkehr bzw. einem erhöhten Wirtschaftswachstum könnte zu einer Steigerung der realen Trendwachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes von derzeit 1,5 Prozent auf jährlich 1,75 – 2 Prozent führen; hinzu kommen Vermögenswertzuwächse infolge niedriger Zinssätze, von denen auch der Staat profitiert. Dadurch können die Staatsleistungen erhöht oder die Steuersätze gesenkt werden. Der Euro ist nicht Ursache für Griechenlands tatsächliche Defizitquote von 15 Prozent im Jahr 2009, als die amtierende Regierung in Athen im Wahljahr nur 4 Prozent nach Brüssel meldete. Noch kann er für die mehrjährige Unterdrückung einer pflichtgemäßen Bankenaufsicht in Irland verantwortlich gemacht werden, wo die Regierung gegen EU-Recht verstieß und indirekt die Weichen für das Eingehen überhöhter Risiken von Banken und letztlich auch für die Rekorddefizite von 2010 – im Kontext der staatlichen Bankenrettung – setzte. Man sollte im Interesse einer Optimierung der Euro-Stabilität allerdings die Beitrittskriterien zur Währungsunion überdenken und den Stabilitätspakt verstärken, wie dies ansatzweise seit Ende 2011 geschieht. Die gemeinsame Euro-Stabilitätspolitik sollte zudem durch eine solide, gemeinsame Fiskalpolitik der Euro-Staaten ergänzt werden. Darüber hinaus kann man langfristig erhebliche Vorteile durch Euro und Europäische Zentralbank erwarten.
Eine Abkehr vom Euro bzw. eine Rückkehr zur D-Mark ginge mit massiven Wohlfahrtsverlusten für die große Mehrheit der Bevölkerung einher. Jede Abkehr vom Euro, die ja auch eine Abkehr von der Europäischen Zentralbank bedeuten würde, käme in einer kritischen Phase der Globalisierung einer Selbstaufgabe der Euro-Länder gleich. Der Euro hat bis 2007 auch auf den globalen Finanzmärkten gepunktet, sein Anteil an den weltweiten Reserven der Zentralbanken ist deutlich gestiegen. Von der akuten Staatsschuldenkrise in Griechenland, Portugal und Irland sollte man sich nicht beirren lassen und den Blick für die wirklich wesentlichen Zusammenhänge in der EU verlieren. Der Euro und die Europäische Zentralbank mit dem sehr vorzeigbaren Politikergebnis von 2 Prozent Inflationsrate in der ersten Dekade sind gut und richtig für Europa.

Die Nicolai-Frage im Mai

01. Mai 2012


Warum singen Vögel? Was steuert den Windungssinn bei Kletterpflanzen? Wie orientieren sich Fledermäuse? Was hat es mit dem Lotuseffekt auf sich? Diese und andere spannende Fragen beantwortet unser Buch NaturGenies.

Wer die Nicolai-Frage in diesem Monat richtig beantwortet, gewinnt mit etwas Glück eins von zwei Exemplaren unseres schlauen Naturbuchs.

 

Nicolai-Frage im Mai

Progress:

Wie nennt man die Form, in der Zugvögel fliegen?

Vielen Dank, bitte teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre Mailadresse mit:

Die richtige Antwort der Nicolai-Frage im April war “2002″. Die Gewinner können sich über ein Exemplar unseres Sachbuchs Die Zukunft des Euro freuen:

Herbert Heiden
Peter Krüger
Mathias Hertel

 

Buchvorstellung & Podiumsdiskussion

27. April 2012


Es gibt zahlreiche Anzeichen, dass sich die Staatsschuldenkrise Europas zurückmeldet. Umso wichtiger ist Paul J.J. Welfens Buch, das über Die Zukunft des Euro Auskunft gibt, die Wirtschaftskrise bereits seit 2008 analysiert und Lösungen zur Rettung des Euro zeigt.

Gemeinsam mit der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen stellen wir das Buch nun auch in Berlin vor und diskutieren über dieses wichtige Thema.

Montag, 7. Mai 2012 um 19 Uhr
Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund
Hiroshimastraße 12-16
10755 Berlin-Tiergarten

>> Veranstaltungsinformation

 

Buchpremiere “Die Zukunft des Euro”

16. April 2012


Gemeinsam mit der Frankfurter Montagsgesellschaft stellen wir unser aktuelles Sachbuch Die Zukunft des Euro vor. Der Autor Paul J.J. Welfens und Bert Rürup werden im Gespräch Fragen wie diesen nachgehen:

Ist der Höhepunkt der europäischen Staatsschuldenkrise erreicht? Oder wird diese in Zukunft, wenn sich andere Problem wie z.B. das Fortschreiten der demographischen Schieflage verstärken, noch umfangreicher werden? Was wird dann aus unserer Währung? Wo und wie wird es möglich sein, Werte zu sichern?

Montag, 23. April um 19:30 Uhr

DWS Investments
Mainzer Landstrasse 178-190
60327 Frankfurt am Main

Anmeldung bis zum 23. April 2012 unter info@montagsgesellschaft.de

 

Lesung in der Monacensia

12. April 2012


Die Münchener Monacensia hat Manfred Kappeler eingeladen, aus seinem Buch über die Manns Wir wurden in ein Landerziehungsheim geschickt zu lesen. In der nächsten Woche ist es soweit.

Mittwoch, 18. April 2012, 19 Uhr
Monacensia – Literaturarchiv & Bibliothek
Maria-Theresia-Str. 23
81675 München

zur Veranstaltung >>

 

 

Leseexemplar gewinnen

03. April 2012

Der Blick hinter die Kulissen ist immer spannend. Fides Krause-Brewer gewährt ihn in ihrer Autobiografie Journalistin ist man immer auch auf den Politikbetrieb der Bonner Republik. Die ehemalige Wirtschaftsjournalistin hat Adenauer, Erhard, Kiesinger, Schmidt, Weizsäcker, Blüm u.v.a. getroffen und kann einiges darüber erzählen.

Wer einen Blick ins Buch werfen möchte, hinterlässt hier bis Mittwoch, den 4. April 2012 um 13 Uhr einen kurzen Kommentar und verrät uns, welcher Politiker oder welche Politikerin besonderen Eindruck hinterlassen hat.
Wir verlosen unter allen Kommentatoren zwei Exemplare des Buchs. Wir sind gespannt. Viel Glück!

 

Die Nicolai-Frage im April

01. April 2012


Wie konnte es zur Euro-Krise kommen? Hat der Euro eine Zukunft? Welche Maßnahmen zur Rettung sind notwendig? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen nicht nur zahlreiche Akteure aus der Finanzwelt und Politik, sondern auch Millionen von Menschen, die in der Euro-Zone leben.
Paul J.J. Welfens gibt Antworten auch auf diese Fragen in seinem Buch Die Zukunft des Euro. Die europäische Staatsschuldenkrise und ihre Überwindung.

In diesem Monat verlosen wir drei Exemplare des Buchs unter allen, die uns folgende Frage richtig beantworten:

Nicolai-Frage im April

Progress:

In welchem Jahr wurde der Euro als allgemeines Zahlungsmittel der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion eingeführt?

Vielen Dank, bitte teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre Mailadresse mit:


Die richtige Antwort der Nicolai-Frage im März war “1961”. Die Gewinner können sich über ein Exemplar unseres Bildbandes Berliner Mauerbilder freuen:

Elke Koridass
Bea Adam
Dagmar Schulz

 

Frühlingstour (II)

27. März 2012

Der zweite Tipp aus unserem Ausflugsführer Schlösser, Parks und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern gehört zur Tour »Klützer Winkel« und führt nach Dassow zu Schloss Lütgenhof.


Schloss Lütgenhof
Soldatenkommandos hinter abgesperrten Schlossmauern

Lütgenhof fällt unter den Schlössern in Mecklenburg-Vorpommern beträchtlich aus dem Rahmen. Das hat nicht so sehr mit dem äußeren Erscheinungsbild, der Lage am Rande eines kleinen Ortes oder dem Umbau zu einem schönen Hotel zu tun. Darin gleichen sich doch viele ehemalige Herrensitze. Nein, die Besonderheit von Schloss Lütgenhof findet sich in der jüngeren Chronik. »Grenzkaserne« – so lautet der etwas harmlos klingende Eintrag, der doch das schmerzlichste Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte symbolisiert. Wo sich heute Urlaubs- und Tagungsgäste in exklusiver Atmosphäre wohlfühlen, befanden sich Stuben für die Soldaten, Räume für den Politikunterricht, Gemeinschaftsduschen, ein großer Speisesaal und nicht zuletzt die Waffenkammer. Nach dem Empfang der Maschinenpistolen rückten die Grenzer zur Bewachung der nahen Teilungslinie zwischen Ost und West aus. Die Menschen wurden notfalls mit Waffengewalt daran gehindert, sich von Mecklenburg nach Schleswig-Holstein oder umgekehrt zu bewegen, was heute glücklicherweise wieder problemlos möglich ist.
Das fast unüberwindbare Sperrsystem, das aus mehreren Zäunen, Signalanlagen und Postenwegen bestand, begann gleich in Sichtweite der heute wieder von jedermann nutzbaren Terrasse auf der Rückseite des Schlosses. Der Dassower See war hinter einer Mauer für die Einwohner überhaupt nicht mehr zu sehen. Besucher durften ohnehin nicht in das zum Sperrgebiet erklärte Lütgenhof, von ganz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen.
Umso mehr überrascht ein Besuch im Schloss, das heute als Hotel genutzt wird. Eine millionenschwere und lang jährige Restaurierung hat dem Haus seinen alten Charme zurückgegeben. Zum Glück behalfen sich die Soldaten bei der Einrichtung der Kaserne mit Wandverkleidungen, die den historischen Schmuck dahinter vor Zerstörung schützten.

Das 1999 eröffnete Hotel mit 23 Zimmern verfügt seit 2003 über einen Wellnessbereich mit einem Schwimmbad, Saunen, Ayurveda- und Massagebehandlungen sowie einem türkischen Dampfbad. In diversen Feinschmeckerund Restaurantführern erhielt die Küche beste Noten, sodass das Haus schnell auch überregional bekannt wurde. Aus der einstigen Randlage hinter der Grenze rückte das Schloss dank des Mauerfalls wieder in den Mittelpunkt einer landschaftlich herrlichen Gegend. Störche, Wildgänse, Kraniche, Seeadler und viele Entenarten bevölkern den Dassower See und seine Umgebung. Zum Ostseestrand sind es nur 10, nach Lübeck lediglich 25 Kilometer. Wem die Region vielleicht dennoch als zu einsam erscheint, sei an Uwe Johnson erinnert. Der Schriftsteller hat den Landstrich mit einer schönen Liebeserklärung verewigt: »Der Klützer Winkel liegt vergessen von der Welt und doch nicht ab von den Metropolen Hamburg und Berlin an der Ostsee. Ein verträumtes Stückchen Erde, einwärts der Ostsee.«

Hotel Schloss Lütgenhof
Ulmenweg 10a
23942 Dassow

Text: Claus-Dieter Steyer
Fotos: Dirk Laubner