Archiv für die Kategorie ‘druckfrisch’

Atelierbesuch

Montag, 26. Mai 2014

„Bertrand Freiesleben zählt zweifelsohne zu den bemerkenswertesten plastischen Talenten einer Zeit, in der das Alte manchmal neuer ist als das Neue neu.“ Das schreibt kein Geringerer als Philipp Demandt, der Leiter der Alten Nationalgalerie Berlin über den Künstler Bertrand Freiesleben im Vorwort seines Bandes „Köpfe“. (mehr …)

Himmel, Berlin!

Freitag, 21. März 2014

 

Den Titel der aktuellen Ausstellung mit Werken des Malers Matthias Koeppel kann man als Stoßseufzer oder Ausruf der Bewunderung deuten. Auf jeden Fall ist diese Ausstellung höchst sehenswert.
Matthias Koeppel persifliert politische und gesellschaftliche Be- und Gegebenheiten mit deutlich kritisch-ironischem Unterton. Er ist bekannt für seine weit gespannten Himmel, unter denen sich deutsche Zeitgeschichte vollzieht. Seht selbst! (mehr …)

Die Nicolai-Frage im Oktober

Montag, 01. Oktober 2012

Bom Jesus
Im Jahre 1533 kämpft sich ein kleines, vom Sturm schwer beschädigtes portugiesisches Schiff mit dem Namen Bom Jesus allein durch die aufgepeitschte See. Vor der Küste des südlichen Namibia versinkt es beladen mit den Waren süddeutscher Kaufleute in den Fluten. Was niemand erwartet hätte, trat vor wenigen Jahren ein: die Entdeckung des Wracks unweit des Ortes, an dem das Schiff versank.
Unsere Autoren und Forscher Wolfgang Knabe und Dieter Noli berichten davon in Ihrem spannenden Buch
Die versunkenen Schätze der Bom Jesus.

Wir verlosen in diesem Monat zwei Exemplare unter allen, die die folgende Frage richtig beantworten. Viel Glück!

Nicolai-Frage im Oktober

Progress:

Wie wird der Seeweg von Europa über Afrika nach Indien genannt?

Vielen Dank, bitte teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse mit:


Die richtige Antwort der Nicolai-Frage im September war “heute-journal”. Dieter Stoltes Buch Mein Leben mit dem ZDF geht an:

Carin Lutter
Franz Josef Reiser
Claudia Liewke

Ausstellung „100 x Klee“

Samstag, 29. September 2012


Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt ab heute die gesamte Paul Klee-Sammlung des Bundeslandes. Das erste Mal sind alle Bilder – Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle  gemeinsam zu sehen.

100 x Klee
Geschichte der Bilder
29.09.2012 – 10.02.2013

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
K21 Ständehaus
Ständehausstraße 1
40217 Düsseldorf

Den Katalog zur Ausstellung gibt bei uns!

Ausstellung „Party, Pomp und Propaganda“

Freitag, 24. August 2012

Open-Air-Ausstellung Die Berliner Stadtjubiläen 1937 und 1987 – Party, Pomp und Propaganda

Wann: 25.08. – 28.10.2012

Wo: Vor der Marienkirche (Ecke Karl-Liebknecht-Straße und Spandauer Straße), 10178 Berlin

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Kostenlose Kuratorenführung durch die Ausstellung am 26. August um 14 Uhr

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Unseren Begleitband zur Ausstellung mit all den großartigen Bildern gibt es auch vor Ort zu kaufen.

Aus der Trickkiste der Natur (II)

Freitag, 22. Juni 2012


Ab Juni läuft der Sommer auf vollen Touren. Neben den längsten und wärmsten Tagen gibt es dann auch die häufigsten Gewitter und Niederschläge. Dieses typische Hochsommerwetter bringt in der Natur fast alles auf die Beine und enthüllt erstaunliche Leistungen und Fähigkeiten. Eine solche erklären unsere Autoren in ihrem Buch NaturGenies – den Lostus-Effekt:

Am Rand von Flurwegen sehen die meisten Pflanzen nach sommerlicher Trockenheit fast genauso aus wie die Wege selbst – staubig, grau und nicht gerade schön. Nach einem kräftigen Regenguss stellt sich die Sache eventuell schon anders dar: Bei vielen Pflanzen wirkt der Niederschlag tatsächlich wie eine reinigende Dusche, sodass sie anschließend wie frisch gebadet aussehen. Andere stehen dagegen auch nach einem ergiebigen Landregen immer noch leicht vergammelt da und sind nach wie vor mit Staubteilchen behaftet. Dafür muss es einen besonderen Grund geben.

Wasser, wisch und weg

Ein einfaches Experiment liefert den Schlüssel zum Verständnis: Von manchen Blättern, beispielsweise von Efeu, Wegerich und Löwenzahn, aber auch von Gartenpflanzen wie Kapuzinerkresse, Kohl und Tulpe, perlt das auftreffende Regenwasser sofort ab – die Blattflächen sind einfach nicht benetzbar. Diese bemerkenswerte Eigenschaft findet man auch bei vielen Früchten, beispielsweise bei Äpfeln, Blaubeeren, Weintrauben und Zwetschgen. Genaueres Hinsehen zeigt, dass diese Pflanzenteile abwischbare, wachsartige Überzüge tragen. Sie sind dadurch in besonderem Maße wasserabweisend.
Diese Überzüge bestehen tatsachlich aus Wachsen. Sie bilden jedoch keine filmglatte Schicht wie ein Nagellack, sondern bestehen in der mikroskopischen Größenordnung aus überraschend vielgestaltigen Kleinststrukturen, die tatsächlich so rau wie Schmirgelpapier sind. Diese natürliche Rauigkeit der winzigen Wachsteilchen verringert nun die Haftwirkung zwischen Oberfläche und Wasser so sehr, dass nur noch die starken Kohasionskräfte des Wassers die Raumgestalt bestimmen und sofort die bekannte Tropfenform erzwingen. Wegen der fehlenden Oberflächenhaftung kann sich auftropfendes Regenwasser einfach nicht flächig ausbreiten, sondern perlt rückstandsfrei ab.

Ausgeklügelter Selbstschutz

Die praktische Bedeutung solcher wachsig belegter und das Wasser abweisender Blattoberflächen hat man bislang überwiegend als Verdunstungsschutz oder als Schutzschild gegen schädliche UV-Strahlung gedeutet. Die abstreifbaren Blattwachse leisten jedoch, wie Bonner Botaniker herausfanden, wohl in erster Linie eine hochwirksame Selbstreinigung. Das zuverlässig abtropfende Regenwasser wäscht alle möglichen Partikel ab und hält damit die Oberflächen geradezu klinisch sauber – auch Bakterien oder die Sporen von Mikropilzen, die eventuell Pflanzenkrankheiten hervorrufen könnten. Nach der berühmten Lotuspflanze, die ebenso wie die heimischen Kohlblätter aus dem Garten so gut wie nie verschmutzt und deswegen in Ostasien schon immer als Symbol der Reinheit galt, nennt man diese erstaunliche Selbstreinigung von Pflanzenorganen Lotus-Effekt. Bei den langlebigen Blattorganen tropischer Pflanzen verhindert dieser Effekt zudem die Ansiedlung von Algen, Moosen und Flechten, welche die tieferen Blattgewebe beschatten und damit die fotosynthetische Stoffproduktion behindern würden.

Biologisches für die Technik

Unterdessen wird der an Pflanzen entdeckte Lotus-Effekt auch in der Technik genutzt: Es gibt Frühstuckslöffel mit nach Blattmanier mikrostrukturierter Oberfläche, von der sich der Honig nicht minutenlang auf das gebutterte Brötchen quält, sondern sofort wie Trockenmaterial abfällt. Auch Baumaterialien oder die Karosserielackierung von Autos nutzen den Lotus-Effekt – zweifellos ein eindrucksvolles Beispiel für die Verschränkung von Biologie und Technik zur Bionik.
Das erstaunlich wirksame Verfahren „Wasser, wisch und weg“ setzt die Natur auch an anderen Organismen ein: Eine ähnlich gute und automatische Selbstreinigung durch „nasses Abstauben“ kommt unter anderem auch bei Tieren vor, etwa bei Libellen und Heupferden. Diese können im Unterschied etwa zu Stubenfliegen und Honigbienen ihre Flügel nicht mit den Hinterbeinen reinigen – dafür sind ihre Flügel einfach zu lang und die Beine zu kurz. Aufgeladene Schmutzteilchen und nicht rasch genug abperlendes Wasser wurde in solchen Fällen natürlich auch die Flugfähigkeit der Tiere beeinträchtigen.

 

Text © Nicolaische Verlagsbuchhandlung
 

Aus der Trickkiste der Natur (I)

Dienstag, 22. Mai 2012

978-3-89479-620-4
Überall überrascht uns jetzt dichtes Grün, wenn wir das Haus verlassen. Was uns im Frühling als selbstverständlicher Vorgang erscheint, ist tatsächlich eine wunderbare Leistung der Natur. In unserem Buch NaturGenies geben die beiden Autoren Bruno P. Kremer und Bärbel Oftring eine Erklärung dafür,

wie Blätter den Durchbruch schaffen:

Kaum wird es im Frühjahr ein wenig wärmer, ist es aus mit der Winterruhe der Knospen an Sträuchern und Bäumen, die schon ab Ende Juli bzw. Anfang August auf ihren Einsatz warten. Neben der eindrucksvollen Blühorgie der Frühlingsblumen am Laubwaldboden (oder in den Garten) ist der Blattaustrieb der Gehölze im Frühjahr eine der auffälligsten Erscheinungen in der heimischen Pflanzenwelt. Innerhalb nur weniger Tage brechen die Knospen auf und setzen das frische grüne Laubwerk schrittweise an die Luft – wenn nur die Tagesdurchschnittstemperaturen stimmen. Jede Strauch- und Baumart hat dabei ihre eigenen Vorlieben. Deshalb ergrünen auch nicht alle Gehölze genau zum gleichen Zeitpunkt. Sogar innerhalb der gleichen Art gibt es Unterschiede, wie man etwa beim Vergleich der Straßen- und Parkbäume leicht feststellen kann. Die wirksamste Entwicklungshilfe leistet jetzt in jedem Fall die wärmende Frühlingssonne, während die sonst für die Pflanze wichtige zunehmende Tageslänge für das Ende der winterlichen Knospenruhe eher unbedeutend ist.

Wie die Knospen sich öffnen

Die Öffnung der Knospen setzt eine Reihe hochgradig koordinierter Einzelabläufe voraus. Den Winter haben die Blattgewebe in der Knospe in einem weitgehend entwässerten Zustand überdauert. Wenn man eine noch geschlossene Knospe eines spät austreibenden Gehölzes öffnet, fällt sofort die relative Trockenheit der noch unentfalteten Blattgebilde auf. Daher müssen sie zunächst von innen wieder auf volle Wasserspannung gebracht werden. Bei den nunmehr temperaturbedingt höheren Atmungsraten in den lebenden Stamm- und Zweiggeweben entsteht, wie bei allen atmenden Lebewesen, gleichsam als Abfallstoff auch Wasser, und dieses setzt nun schrittweise die pflanzeneigenen Wasserleitungen wieder unter Druck. Noch vor dem eigentlichen Blattaustrieb kann man bei Verletzung einer Strauch- oder Baumrinde diese Vorbereitung der bordeigenen Wasserleitungssysteme als Blutungssaft wahrnehmen. Im Frühjahr steigen eben, wie es die Umgangssprache so treffend ausdrückt, buchstäblich – und ganz besonders bei den strikt winterruhenden Gehölzen – die Säfte. Sobald die Wasserversorgung von innen wieder funktioniert, können auch die Knospen aufbrechen. Das entspricht in etwa der Hydraulik, wie wir sie kennen – auch hier wird mit Wasserdruck gearbeitet.

Text © Nicolaische Verlagsbuchhandlung

Buchvorstellung & Podiumsdiskussion

Freitag, 27. April 2012


Es gibt zahlreiche Anzeichen, dass sich die Staatsschuldenkrise Europas zurückmeldet. Umso wichtiger ist Paul J.J. Welfens Buch, das über Die Zukunft des Euro Auskunft gibt, die Wirtschaftskrise bereits seit 2008 analysiert und Lösungen zur Rettung des Euro zeigt.

Gemeinsam mit der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen stellen wir das Buch nun auch in Berlin vor und diskutieren über dieses wichtige Thema.

Montag, 7. Mai 2012 um 19 Uhr
Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund
Hiroshimastraße 12-16
10755 Berlin-Tiergarten

>> Veranstaltungsinformation

 

Buchpremiere „Die Zukunft des Euro“

Montag, 16. April 2012


Gemeinsam mit der Frankfurter Montagsgesellschaft stellen wir unser aktuelles Sachbuch Die Zukunft des Euro vor. Der Autor Paul J.J. Welfens und Bert Rürup werden im Gespräch Fragen wie diesen nachgehen:

Ist der Höhepunkt der europäischen Staatsschuldenkrise erreicht? Oder wird diese in Zukunft, wenn sich andere Problem wie z.B. das Fortschreiten der demographischen Schieflage verstärken, noch umfangreicher werden? Was wird dann aus unserer Währung? Wo und wie wird es möglich sein, Werte zu sichern?

Montag, 23. April um 19:30 Uhr

DWS Investments
Mainzer Landstrasse 178-190
60327 Frankfurt am Main

Anmeldung bis zum 23. April 2012 unter info@montagsgesellschaft.de

 

Frühlingstour (II)

Dienstag, 27. März 2012

Der zweite Tipp aus unserem Ausflugsführer Schlösser, Parks und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern gehört zur Tour »Klützer Winkel« und führt nach Dassow zu Schloss Lütgenhof.


Schloss Lütgenhof
Soldatenkommandos hinter abgesperrten Schlossmauern

Lütgenhof fällt unter den Schlössern in Mecklenburg-Vorpommern beträchtlich aus dem Rahmen. Das hat nicht so sehr mit dem äußeren Erscheinungsbild, der Lage am Rande eines kleinen Ortes oder dem Umbau zu einem schönen Hotel zu tun. Darin gleichen sich doch viele ehemalige Herrensitze. Nein, die Besonderheit von Schloss Lütgenhof findet sich in der jüngeren Chronik. »Grenzkaserne« – so lautet der etwas harmlos klingende Eintrag, der doch das schmerzlichste Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte symbolisiert. Wo sich heute Urlaubs- und Tagungsgäste in exklusiver Atmosphäre wohlfühlen, befanden sich Stuben für die Soldaten, Räume für den Politikunterricht, Gemeinschaftsduschen, ein großer Speisesaal und nicht zuletzt die Waffenkammer. Nach dem Empfang der Maschinenpistolen rückten die Grenzer zur Bewachung der nahen Teilungslinie zwischen Ost und West aus. Die Menschen wurden notfalls mit Waffengewalt daran gehindert, sich von Mecklenburg nach Schleswig-Holstein oder umgekehrt zu bewegen, was heute glücklicherweise wieder problemlos möglich ist.
Das fast unüberwindbare Sperrsystem, das aus mehreren Zäunen, Signalanlagen und Postenwegen bestand, begann gleich in Sichtweite der heute wieder von jedermann nutzbaren Terrasse auf der Rückseite des Schlosses. Der Dassower See war hinter einer Mauer für die Einwohner überhaupt nicht mehr zu sehen. Besucher durften ohnehin nicht in das zum Sperrgebiet erklärte Lütgenhof, von ganz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen.
Umso mehr überrascht ein Besuch im Schloss, das heute als Hotel genutzt wird. Eine millionenschwere und lang jährige Restaurierung hat dem Haus seinen alten Charme zurückgegeben. Zum Glück behalfen sich die Soldaten bei der Einrichtung der Kaserne mit Wandverkleidungen, die den historischen Schmuck dahinter vor Zerstörung schützten.

Das 1999 eröffnete Hotel mit 23 Zimmern verfügt seit 2003 über einen Wellnessbereich mit einem Schwimmbad, Saunen, Ayurveda- und Massagebehandlungen sowie einem türkischen Dampfbad. In diversen Feinschmeckerund Restaurantführern erhielt die Küche beste Noten, sodass das Haus schnell auch überregional bekannt wurde. Aus der einstigen Randlage hinter der Grenze rückte das Schloss dank des Mauerfalls wieder in den Mittelpunkt einer landschaftlich herrlichen Gegend. Störche, Wildgänse, Kraniche, Seeadler und viele Entenarten bevölkern den Dassower See und seine Umgebung. Zum Ostseestrand sind es nur 10, nach Lübeck lediglich 25 Kilometer. Wem die Region vielleicht dennoch als zu einsam erscheint, sei an Uwe Johnson erinnert. Der Schriftsteller hat den Landstrich mit einer schönen Liebeserklärung verewigt: »Der Klützer Winkel liegt vergessen von der Welt und doch nicht ab von den Metropolen Hamburg und Berlin an der Ostsee. Ein verträumtes Stückchen Erde, einwärts der Ostsee.«

Hotel Schloss Lütgenhof
Ulmenweg 10a
23942 Dassow

Text: Claus-Dieter Steyer
Fotos: Dirk Laubner