Mit ‘Buchcover’ getaggte Artikel

Covershow

Mittwoch, 20. Juli 2016

Wir haben Ihnen schon einmal am Bespiel unserer Anthologie „Unbehauste“ den Weg vom Entwurf eines Buchcovers bis hin zur finalen Darstellung gezeigt. Dem Cover unseres Szeneführers „Manufakturen“ liegt eine ebenso interessante Vorgeschichte zu Grunde, die wir Ihnen in Bild und Wort gern erzählen möchten. Anna Hohmann, unsere Kollegin in der Herstellung, hat das Cover entworfen und uns bereitwillig erklärt, was dafür alles nötig war und welche Herausforderungen sie meistern musste.

Wie entstand die Idee für das Cover unseres Buches „Manufakturen. Handgemachtes aus Berlin“?

Der „Handmade-Look«, von Hand konstruierte Schriften oder handgeschriebene Tafeln,  lieferte die Grundidee für das Cover. Für die Umsetzung habe ich zwei gegensätzliche Schriftarten gewählt, eine, die an Holzschnitt erinnert, und eine Schreibschrift. Beide habe ich spielerisch mit weiteren Elementen wie Linien und Kreisen ergänzt. Die Fotografie im Hintergrund transportiert durch die Werkzeuge und die abgenutzte Tischplatte die Arbeitsatmosphäre und das Gefühl, welche wir in unserer Vorstellung mit
Manufakturen verbinden.

Wer hat bei der Covergestaltung mitentschieden?

Bevor ich mit der Umsetzung beginnen konnte, wurde ich zunächst von unserer Lektorin Lydia Fuchs zu dem Buch inhaltlich gebrieft. Worauf es aus vertrieblicher Sicht ankommt, besprach unsere damalige Mitarbeiterin Romy Herzog mit mir. Die ersten Entwürfe präsentierte ich zunächst dem damaligen Verleger Andreas von Stedman. Eine Auswahl der besten Entwürfe wurden daraufhin im Lektorat und im Vertrieb gesichtet und besprochen. Aber auch die Meinung aller anderen Mitarbeiter war und ist willkommen. Das letzte Wort bei der Entscheidung hatte dann natürlich der Chef.

Welche Arbeitsschritte sind in der Regel nötig von der Idee bis zum finalen Cover?

Das inhaltliche Briefing und weitere Informationen, z. B. welche Zielgruppen angesprochen werden sollen etc., sind der erste Schritt für jeden Gestaltungsprozess. Dann versuche ich mich in die jeweilige Themenwelt hineinzudenken und wähle die „Zutaten“ aus: Bildmaterial, Schriften und Farben. Das Coverfoto für das Manufakturen-Buch war bereits fester Bestandteil der gestalterischen Elemente. Es stammt von der Autorin und Fotografin Ulla C. Binder wie alle anderen Bilder im Innenteil.
Bevor ich beginne, Entwürfe digital umzusetzen, mache ich Skizzen per Hand. Das ist der schnellste Weg, um alle Ideen erst einmal festzuhalten. Danach probiere ich mit InDesign (einem Grafik- und Layout-Programm) aus, ob sie funktionieren.
Bevor ich mir Meinungen einhole, wähle ich durchschnittlich drei meiner Entwürfe aus, die möglichst unterschiedliche Ansätze verfolgen. Für die erste Gestaltungsrichtung kann ein Feedback auch auf Basis eines digitalen PDF stattfinden. Später drucke ich zum Sichten die Coverentwürfe in Originalgröße aus.
Die finale Gestaltung kann manchmal nach drei Korrekturrunden festgelegt werden, aber auch erst nach fünf oder noch mehr. Bei diesem Buch wurde nach der dritten Runde der bisherige Titel „Handwerk. Manufakturen in Berlin“ in „Manufakturen. Handgemachtes aus Berlin“ geändert. Das erforderte ein ganz neues Schriftkonzept, was man an den gezeigten Entwürfen sehr gut erkennen kann.

Wie lange hast Du an diesem Cover gearbeitet?

Das Cover ist in einem Zeitraum von ca. zwei Wochen entstanden.

Gab es bei der Covergestaltung eine besondere Herausforderung für Dich?

Für jede Cover-Idee stellt sich dieselbe Herausforderung. Nämlich Gestaltungselemente wie Form, Farbe, Bild und Schrift so einzusetzen, dass das Thema oder die Aussage des Buches sofort für den potenziellen Käufer erkennbar ist. Beim Cover von „Manufakturen“ war die Herausforderung, eine gute Lesbarkeit der Schrift auf dem Hintergrundbild zu erreichen, das viele helle und dunkle Bereiche hat.

Und das sind die Entwürfe

Coverentwürfe

bis hin zum finalen Buchcover.

978-3-89479-817-8

 

Covershow

Dienstag, 12. Januar 2016

Es kommt höchst selten vor, dass der erste Entwurf für ein Buchcover auch der finale ist. Normalerweise wandelt sich das Kleid eines Buches mehrfach, bis sich dieses damit der Öffentlichkeit präsentiert. Für unsere Anthologie „Unbehauste“ hat Ulla C. Binder eine ganze Kollektion entworfen, die weniger im Motiv als in den Farben variiert. Sehen Sie selbst eine Auswahl der Entwürfe: (mehr …)