Mit ‘geheime Orte’ getaggte Artikel

8 Fragen an Wolfgang Braun

Mittwoch, 16. März 2016

Wolfgang Braun
Wie man Dinge und Orte aufspürt, die niemandem oder nur wenigen Menschen bekannt sind, ist eine Fähigkeit, die in erster Linie Journalisten zugeschrieben wird. Im Fall unseres Autors Wolfgang Braun trifft das auch zu. Bereits mit seinem ersten Ausflugsführer in unserer beliebten „Geheime Orte-Reihe“ hat er seine hervorragende Spürnase unter Beweis gestellt. Nun tritt er diesen Beweis zum zweiten Mal an. Wir haben versucht, ihm etwas über seine Arbeit zu entlocken: (mehr …)

Geheime Orte in Köln (I)

Donnerstag, 12. November 2015

Liebe deine Stadt
Warum der Kölner per Schriftzug dazu aufgefordert wird, seine Stadt zu lieben

Wenn man mit dem Auto auf der Nord-Süd-Fahrt entlangbraust – der Verkehrsschneise, die die Innenstadt wie eine Pulsader durchläuft – geht es in schneller Fahrt vorbei an der Silhouette des Doms, dem Museum für Angewandte Kunst, den WDR-Arkaden, der Einkaufsmeile Breite Straße, der Oper … Flüchtig erhascht man dabei einen Blick auf den roten, in 1950er-Jahre-Manier mit geschwungener Schreibschrift verfassten Imperativ: »Liebe deine Stadt über einem eher heruntergekommenen Gebäude, das sich über die Nord-Süd-Fahrt spannt. (mehr …)

In Gedenken an Claus-Dieter Steyer

Freitag, 04. September 2015

In Gedenken an unseren Autor Claus-Dieter Steyer, möchten wir einen Ort aus seinem Ausflugsführer „Geheime Orte in Mecklenburg-Vorpommern“ zeigen, den er als ganz besonders erlebte. Mit seinen Büchern wird uns Claus-Dieter Steyer für immer in lieber Erinnerung bleiben. (mehr …)

Geheime Orte in Ostwestfalen (II)

Montag, 13. Juli 2015

Geheimes Tanklager der Wehrmacht
Schon 1936 begannen die Kriegsvorbereitungen in idyllischer Natur

Geheime Orte in OWF_4Gut 10 Kilometer von der Stadtgrenze Paderborns entfernt begannen die Kriegsvorbereitungen – ganz im Geheimen – bereits im Jahre 1936. Am heute abgerissenen Bahnhof Neuenheerse wurden schon bald nach der Machtergreifung Hitlers die Bauarbeiten für ein Großtanklager aufgenommen. Auf den Trümmern des Tanklagers entstand später der Lichtenauer Ortsteil Herbram-Wald. Erhalten geblieben ist unter anderem das ehemalige Verwaltungsgebäude, das zu einem Hotel umgebaut wurde. Lange Zeit galt dieses Waldhotel Tannenhof als gastronomischer Geheimtipp, heute verfällt es jedoch langsam. (mehr …)

Geheime Orte in Ostwestfalen (I)

Freitag, 26. Juni 2015

Unsere Geheime Orte-Reihe geht neue Wege. Der aktuelle Band führt uns nach Ostwestfalen zu frühneuzeitlichen Hexenteichen, kultischen Geheimplätzen, Resten eines geheimen Tanklagers oder deckt das dunkle Geheimnis der Wewelsburg auf. Zwei der geheimen Orte aus dem Buch verraten wir hier. Der erste befindet sich in Bad Driburg:

Zuflucht für Liebende
Friedrich Hölderlin erlebte in Bad Driburg die glücklichsten Tage seines Lebens

Geheime Orte in OWL_1Es wird wohl immer ein Geheimnis bleiben, ob das Verhältnis des Dichters Friedrich Hölderlin und der Frankfurter Bankiersgattin Susette Gontard nur rein platonisch oder doch intimerer Natur gewesen war. Auf jeden Fall schrieb der Dichter, dass er die gemeinsame Zeit in Bad Driburg als die »glücklichsten Tage« in Erinnerung hat.
Nach Bad Driburg flüchtete Susette Gontard mit Friedrich Hölderlin und ihren vier Kindern 1796 vor französischen Revolutionstruppen, die die Stadt Frankfurt bedrohten. Begleitet wurden sie von dem Kasseler Gelehrten und Schriftsteller Johann Jacob Wilhelm Heintze. Hölderlin war im Hause der Gontards als Hauslehrer angestellt. Mit der als strahlend schön und als vielseitig gebildet geschilderten Susette Gontard verband ihn eine tiefe Liebe. Er verewigte sie als »Diotima« in seinem lyrischen Briefroman »Hyperion«. (mehr …)

Geheime Orte in Berlin (III)

Dienstag, 09. September 2014

Funkhaus Grünau
»Freiheitssender 904« verschickt merkwürdige Parolen an Agenten

Drei Stichworte veranschaulichen die einzigartige Geschichte des ursprünglich als Ruder- und Erholungsheim gebauten Funkhauses Grünau in der Regattastraße: Olympische Spiele 936, geheimer »Freiheitssender 904« und Fernsehballett. Aus allen Epochen finden sich heute Spuren in dem dreigeschossigen Gebäude, und auch die zahlreichen Nutzer haben viele Um- und Ausbauten veranlasst. Nicht alle gingen pfleglich mit dem Bau um, vor allem jene Eindringlinge während der Leerstände nach dem Auszug der grazilen Ballettdamen 1991 sowie nach der Pleite eines Neuköllner Bildungswerks 2007. In den Jahren 2012 und 2013 fühlte sich hier der von jungen Leuten geführte Verein »kunterfunk« sehr wohl, der im Gebäude und auf dem 5.000 Quadratmeter großen Grundstück Werkstätten für Metall, Holz, Fahrräder, Licht, Textil, Schmiedearbeiten und Ton, einen Trainingsraum mit Kletterwand, einen Massageraum und ein Radiostudio einrichtete. Nach Beschwerden der Nachbarn über Lärm bei diversen Kulturevents kam ein neuer Mietvertrag mit dem Verein nicht mehr zustande. Die Hamburger Investorengemeinschaft, die das Funkhaus auf einer Versteigerung 2008 erworben hatte, schweigt sich über ihre Pläne mit dem Haus noch aus. Doch der Bezirk Treptow-Köpenick lässt hier nur eine begrenzte Nutzung für sportliche Zwecke mit einer kleinen Gastronomie zu. (mehr …)

Geheime Orte in Berlin (II)

Dienstag, 08. Juli 2014

Friedhof Grunewald Forst
Ständig neue Nachrichten am Grab einer unvergessenen Ikone

Botschaften an Verstorbene gehen gewöhnlich nicht über auf Kranzschleifen oder wenige Worte auf Grabsteinen hinaus. Mitten im Grunewald aber hinterlegen Menschen aus ganz Deutschland, halb Europa und sogar aus Übersee regelmäßig Nachrichten an eine 1988 gestorbene Frau, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden hat. Ein kleiner Kasten am Fuß des Grabes enthält zahlreiche Zettel mit ganz persönlichen Erinnerungen, Gedichten, Zeichnungen und geheimnisvoll anmutenden Formulierungen. Diese sind keineswegs nur auf Deutsch gehalten, sondern auch auf Englisch und Französisch. Manche sind sogar mit einem Code versehen. Selbst BVG-Karten und eine von Ticket-Kontrolleuren ausgestellte Zahlungsaufforderung wegen Schwarzfahrens finden sich in dem offensichtlich regelmäßig geleerten Sammelsurium. (mehr …)

Geheime Orte in Berlin (I)

Montag, 16. Juni 2014

Es gibt viele Reiseführer für Berlin und seine Umgebung. Claus-Dieter Steyers Buch aus der „Geheime Orte-Reihe“ nimmt dabei eine Ausnahmestellung ein. Denn nicht nur Touristen gelangen damit zu vergessenen, verborgenen oder geheimen Orten. Auch eingefleischte Berlin-Kenner werden Neues entdecken. Drei der Orte aus dem Buch verraten wir hier. Claus-Dieter Steyers erster Tipp führt zum Folterkeller des SA-Gefängnis Papestraße: (mehr …)

Die Nicolai-Frage im Mai

Donnerstag, 01. Mai 2014

Geheime Orte in Berlin
Wussten Sie, dass sich im Flughafen Tempelhof noch original erhaltene Luftschutzkeller und der wohl abhörsicherste Raum in ganz Berlin befinden? Dass die meisten Edgar-Wallace-Filme auf einer Berliner Insel gedreht wurden? Oder dass für das freie Schussfeld der Grenzer ein ganzes Dorf geschleift wurde und an dieser Stelle heute noch eindrucksvolle Entdeckungen zu machen sind? (mehr …)

Geheime Orte in Mecklenburg-Vorpommern (III)

Donnerstag, 08. August 2013

Für alle Reisewütigen und MV-Entdecker haben wir noch einen dritten Ausflugstipp aus Claus-Dieter Steyers Ausflugsführer „Geheime Orte in Mecklenburg-Vorpommern“:

Jagdschloss Waldsee
Stasi-Chef Mielke ließ sich ein pompöses Haus mit Seezugang, Sauna und Bunker bauen.

Der Name »Reethaus« klingt harmlos und wenig geheimnisvoll. Dennoch fällt das zweistöckige Gebäude inmitten der Feldberger Seenlandschaft bei Neustrelitz nicht nur optisch aus dem Rahmen. Seine Architektur mit dem geschwungenen Rohrdach würde eher an die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns passen. Die Bezeichnung »Reet« wird fast ausschließlich an der deutschen Nordseeküste verwendet. Dieser Lapsus allein weckt jedoch nicht das Interesse der Entdecker. Das wird durch einen Namen ausgelöst: Erich Mielke. (mehr …)